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Interdisziplinäre Therapieverfahren für Patienten mit Morbus Parkinson
Interdisziplinäre Therapieverfahren bei Morbus Parkinson – Leitlinien, Assessments und praxisnahe Behandlungskonzepte
Das Parkinson-Syndrom ist fast ausschliesslich eine Erkrankung im höheren Lebensalter. Betroffen sind über 60-jährige. Männer sind mehr als Frauen betroffen.
Häufig auftretende Komplikationen sind das Freezing (Einfrieren von Bewegung), Hyperkinsen, (Überbewegungen), Dystonien, Orthostatische Dysregulation, Psychosen, Impulskontrollstörungen und akinetische Krisen. Die unterschiedliche Ausprägung und Variabilität der Symptome stellen häufig für Ergo-und Physiotherapeuten eine Herausforderung dar.
(Quelle: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMicm0810287)
Ziele
- Vorstellen wichtiger Assessments zur Erhebung des Schweregrades von Patienten mit Morbus Parkinson
- Vorstellen leitlinienorientierter Therapieansätze für die unterschiedlichen Schweregrade des Morbus Parkinson
- Vorstellen des Push-Pull-Prinzips
- Einführung in die funktionelle Neurophysiologie der Basalkerne im Kontext des Morbus Parkinson und der dazugehörigen Therapieansätze
- Vermitteln von Therapieansätzen und Umfeldgestaltung innerhalb der Therapiepraxis, Klinik und der Domizilbehandlung
Methoden
Während des Tages finden Aktivierungsmethoden mit der Gruppe statt. Während des Tages finden Methoden zum Lern– und Wissenstransfer für die Gruppe statt. Die Lehrmethoden sind ein Mixing zwischen Vortrag, Gruppenarbeit, Praxis und selbstgesteuertem.
Maximale Gruppengrösse: 18 Teilnehmende mit einer Lehrperson
Inhalte
- Differenzierte qualifizierte Evaluation der Schweregrade des Morbus Parkinson aufgrund spezifischer Assessments
- Anwenden können von leitlinienorientierter, aber auch im klinischen Alltag nutzbarer Therapieverfahren
- Zu wissen, wann hands-off und hands-on Verfahren bzw. eine Kombination aus beidem für Patienten mit Morbus Parkinson zielführend sind
- Durchführen können von spezifischem Gleichgewichts- und Koordinationstraining
- Durchführen können von spezifischem Aufstehen und Hinsetzen mittels externem cue
- Erwerb spezifischer Mobilisationstechniken für den möglichst langen Erhalt der noch möglichen Posturalen Kontrolle
- Überblick zu den verschiedenen Ausprägungsgraden und Verlaufsformen des Morbus Parkinson
- Leitlinien zum Morbus Parkinson
- Assessments zur Erfassung der Schweregrade und der Symptomatik bei Patienten mit Morbus Parkinson
- Funktionelle Neurophysiologie zu den Basalkernen und den dazu gehörigen Systemen im Kontext des Morbus Parkinson
- Hands-off und Hands-on Interventionen zum Morbus Parkinson
- Umfeldgestaltung und Therapieverfahren zum Hausbesuch bei Patienten mit Morbus Parkinson
- Transfertraining mit externem cue
- Therapieansätze zur Posturalen Kontrolle für Patienten mit Morbus Parkinson
Kursvoraussetzungen
Dieser Kurs ist für Fachpersonen der Physiotherapie und Ergotherapie.
Teilnahmevoraussetzungen: Berufsdiplom
Berufsdiplom und du hast bereits das Basisseminar besucht oder mehrjährige klinische Erfahrung in der neurologischen Rehabilitation.