DIE NEUE AUSBILDUNG BEI CARESTUDY
Interview zum Kurs "Medical Yogalehrer (EMR anerkannt)"
Mit der neuen Medical Yogalehrer-Ausbildung startet bei CareStudy ein einzigartiges Angebot in der Schweiz. Florian Hockenholz verbindet darin seine Erfahrung als Physiotherapeut, Osteopath und Yogalehrer mit einem modernen, evidenzbasierten Yogaansatz für Therapie und Prävention.
Menschen in Bewegung bringen
Medical Yoga bei CareStudy
In der Ausbildung Medical Yogalehrer EMR anerkannt lernen Teilnehmende, Yoga gezielt im Gesundheitsbereich einzusetzen, Florian erzählt und im Interview mehr.
26.05.2026
Erzähl doch kurz: Wer bist du und was machst du bei uns im CareStudy Bildungszentrum?
Ich unterrichte seit rund zehn Jahren am CareStudy Bildungszentrum. Ursprünglich komme ich aus der Physiotherapie und Osteopathie und bin zusätzlich Yogalehrer. Mein Schwerpunkt liegt auf therapeutischem Yoga und der Verbindung von Bewegung, Körperwahrnehmung und Gesundheit.
Du unterrichtest schon seit vielen Jahren Yoga bei uns – wie hat deine Reise mit Yoga begonnen?
Meine Reise mit Yoga begann bereits in der Kindheit. Schon mit etwa sechs Jahren kam ich parallel zu Judo und anderen Kampfsportarten erstmals mit Yoga in Berührung.
Was hat dich ursprünglich dazu bewegt, Yoga zu unterrichten?
Mich hat vor allem die Ganzheitlichkeit fasziniert – die Verbindung von Körper, Geist und Atmung. Besonders spannend finde ich bis heute die Atemarbeit, Meditation und Entspannungstechniken. Yoga bietet die Möglichkeit, Menschen sehr schnell in die Selbstaktivität und Eigenverantwortung zu bringen. Viele körperliche Systeme lassen sich dadurch aktiv unterstützen und begleiten.
Was bedeutet Yoga für dich persönlich – über die reine Praxis hinaus?
Yoga bedeutet für mich weit mehr als körperliche Bewegung. Es ist ein Weg, bewusster mit sich selbst umzugehen, den eigenen Körper besser wahrzunehmen und auch mental mehr Ruhe und Klarheit zu entwickeln.
Wie hat sich dein Verständnis von Yoga im Laufe der Jahre verändert?
Mein Verständnis verändert sich jedes Jahr. Neue Aspekte kommen hinzu, andere treten in den Hintergrund. Yoga ist für mich ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess und ein ständiger Wandel.
Welche Rolle spielt Yoga heute im Gesundheitsbereich aus deiner Sicht?
Yoga hat heute einen enorm wichtigen Stellenwert im Gesundheitsbereich. Besonders die wissenschaftliche Evidenz nimmt stetig zu. Immer mehr Menschen erkennen Yoga als therapeutischen Weg und als Möglichkeit, selbst Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.
Interessant ist auch, dass heute zunehmend Fachpersonen wie Osteopath/innen oder Manualtherapeut/innen Yoga in ihre Arbeit integrieren – selbst wenn sie ursprünglich keinen klassischen Yoga-Hintergrund hatten. Die Wahrnehmung und Akzeptanz, auch im medizinischen Umfeld und bei Krankenkassen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Dieses Jahr startet zum ersten Mal die Medical Yogalehrer Ausbildung – was macht diese Ausbildung besonders?
Der Fokus liegt klar auf Prävention und Therapie. Spirituelle oder esoterische Inhalte spielen keine Rolle. Stattdessen arbeiten wir evidenzbasiert und orientieren uns an modernen therapeutischen Konzepten. Ziel ist es, Yoga fundiert und praxisnah im Gesundheitsbereich einsetzen zu können.
Wie erlebst du die Teilnehmenden in deinen Ausbildungen?
Viele Teilnehmende finden über andere Kurse zu mir. Besonders schön zu beobachten ist, wie sich die Körperwahrnehmung verbessert und Menschen wieder bewusster mit sich selbst umgehen. Gerade TherapeutInnen entdecken oft wieder den Zugang zur eigenen Bewegung und Aktivität. Was ist dir in deinem Unterricht besonders wichtig?
Was ist dir in deinem Unterricht besonders wichtig?
Viele Teilnehmende finden über andere Kurse zu mir. Besonders schön zu beobachten ist, wie sich die Körperwahrnehmung verbessert und Menschen wieder bewusster mit sich selbst umgehen. Gerade TherapeutInnen entdecken oft wieder den Zugang zur eigenen Bewegung und Aktivität. Was ist dir in deinem Unterricht besonders wichtig?
Wie schaffst du es, Theorie und Praxis sinnvoll zu verbinden?
Die Theorie muss sich immer in der Praxis wiederfinden. Inhalte ohne praktische Relevanz haben für mich keinen Platz im Unterricht. Deshalb arbeiten wir sehr praxisorientiert und direkt anwendbar.
Welche Veränderungen beobachtest du bei Teilnehmenden im Laufe der Ausbildung?
Viele entwickeln eine stärkere Selbstwirksamkeit. Sie erkennen, dass sie oft viel mehr Einfluss auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden haben, als sie ursprünglich dachten.
Hast du ein Beispiel, wie Yoga im therapeutischen Kontext konkret helfen konnte?
Yoga ermöglicht oft eine langfristige Begleitung von Menschen. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und schnelllebig geworden ist, schafft Yoga Räume für bewusste Auszeiten und nachhaltige Veränderungen. Es geht nicht nur darum, kurzfristig Symptome zu behandeln, sondern gemeinsam einen Weg zu entwickeln und Menschen langfristig zu begleiten.
Was fällt Teilnehmenden am Anfang oft schwer?
Viele müssen zuerst lernen, den eigenen Perfektionismus loszulassen. Gerade TherapeutInnen suchen häufig nach der „perfekten Technik“. Im Yoga geht es jedoch oft darum, Entwicklung zuzulassen und Vertrauen in den eigenen Prozess zu entwickeln.
Gibt es etwas, das viele unterschätzen, wenn sie eine Yoga-Ausbildung beginnen?
Viele denken zunächst, sie könnten den körperlichen Anforderungen vielleicht nicht gerecht werden. Tatsächlich unterschätzen die meisten jedoch, wie stark Yoga sie persönlich verändert und welchen Einfluss die Ausbildung auf das eigene Leben haben kann.
Wie begleitest du sie dabei, mehr Sicherheit zu entwickeln?
Vor allem durch Praxis. Die Teilnehmenden unterrichten bereits ab dem ersten Tag in Kleingruppen. Dadurch entsteht schnell mehr Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Was sollten Teilnehmende unbedingt mitnehmen, um Yoga nachhaltig in ihren (Berufs-)Alltag zu integrieren?
Freude an Bewegung – sowohl für sich selbst als auch daran, andere Menschen in Bewegung zu bringen. Diese Begeisterung ist die wichtigste Grundlage.
Was macht für dich eine gute Yogalehrperson im medizinischen Kontext aus?
Im medizinischen Kontext braucht es eine klare Orientierung an körperphysiologischen und therapeutischen Grundlagen. Viele Kliniken arbeiten heute bereits mit Yogalehrpersonen, allerdings oft noch ohne medizinischen Fokus. Genau hier setzt die Ausbildung an.
Was motiviert dich nach so vielen Jahren immer noch zu unterrichten?
Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben. Zu sehen, wie sich Menschen verändern und wachsen, motiviert mich bis heute sehr.
Worauf freust du dich bei der neuen Ausbildung am meisten?
Darauf, die erste Ausbildungsserie dieser Art in der Schweiz anbieten zu dürfen. Das ist etwas ganz Besonderes.
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