INTERVIEW
Mehr Sicherheit in der Geriatrie: Ein Teilnehmer berichtet
Warum sich eine Weiterbildung in geriatrischer Rehabilitation lohnt – Ein Erfahrungsbericht.
Sebastian Lopez hat am Einführungsseminar zur Weiterbildung „SpezialistIn für Geriatrische Rehabilitation“ teilgenommen und berichtet im Interview von seinen Eindrücken
Was hat dich dazu motiviert, an der Weiterbildung „SpezialistIn für Geriatrische Rehabilitation – Einführungsseminar“ teilzunehmen?
Mir wurde eine neue Stelle in Aussicht gestellt, für die diese Weiterbildung sehr passend ist. Mein Arbeitgeber unterstützt mich dabei, indem er die Kosten und die Zeit zur Hälfte übernimmt – die andere Hälfte trage ich selbst. Diese Kombination aus beruflicher Perspektive und persönlichem Engagement hat mich klar motiviert.
Mit welchen Erwartungen bist du in das Seminar gestartet – und wie erlebst du es bisher?
Ich bin mit der Erwartung gestartet, mehr fachlichen Input zu bekommen, wie ich meine Patientinnen und Patienten bestmöglich bei ihren Zielen unterstützen kann. Besonders in der Geriatrischen Akutrehabilitation geht es oft darum, innerhalb von zwei Wochen wieder nach Hause zu kommen. Wenn das nicht gelingt, folgt häufig eine geriatrische Rehabilitation oder sogar der direkte Übergang ins Pflegeheim.
Dieses Ziel ist für viele Betroffene enorm wichtig. Verstehen die Patientinnen und Patienten, was auf dem Spiel steht, ist die Motivation oft sehr hoch. Bei jenen, die das nicht mehr vollständig erfassen können, ist der Erfolg eher ungewiss. Genau für diesen anspruchsvollen Bereich liefert das Seminar wertvolle Impulse.
Gibt es ein Thema, einen Moment oder einen Aha-Effekt aus dem Seminar, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Besonders spannend fand ich eine Technik zur artikulierenden Kompression in Kombination mit muskulärer Kompression. Auch das Thema Transfers, vor allem die Art und Weise, wie Christoph sie vermittelt, war sehr eindrücklich.
Sehr freue ich mich außerdem auf das Krafttraining in der Geriatrie. Ich komme ursprünglich aus der Sportphysiotherapie und arbeite stark evidenzbasiert – deshalb bin ich besonders gespannt darauf, wie sich Krafttraining sinnvoll und wirksam in der geriatrischen Arbeit umsetzen lässt.
Wie kannst du das Gelernte konkret in deinem beruflichen Alltag in der geriatrischen Arbeit anwenden?
Eigentlich täglich. Viele Patientinnen und Patienten müssen grundlegende Fähigkeiten neu erlernen oder wieder aufbauen – und genau dafür sind die Inhalte aus der Weiterbildung direkt anwendbar.
Was macht diese Weiterbildung für dich besonders oder unterscheidet sie von anderen Fortbildungen?
Ganz klar der Inhalt und die Art der Vermittlung. Auch frühere Fortbildungen im neurologischen Bereich habe ich bei Christoph besucht. Besonders schätze ich, dass er offen für Diskussionen ist. Man kann unterschiedliche Sichtweisen einbringen, wird zum Nachdenken angeregt und profitiert fachlich enorm davon.
Außerdem nimmt er sich viel Zeit für das praktische Üben, Fragen sind jederzeit willkommen, und gerade in den Praxiseinheiten ist er sehr präsent und unterstützend. Das macht die Weiterbildung für mich besonders wertvoll.
Wem würdest du diese Weiterbildung empfehlen – und warum?
Allen, die in der Geriatrie arbeiten oder Interesse an diesem Bereich haben. Aber auch Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in allgemeineren Praxen profitieren davon, da der Anteil geriatrischer Patientinnen und Patienten dort stetig zunimmt.